Kynogogik® vs. Hundetraining
Shownotes
Kynogogik® vs. Hundetraining
In dieser Folge spricht Karin Jansen darüber, warum Kynogogik® weit mehr ist als klassisches Hundetraining – und weshalb Verhalten nicht isoliert betrachtet werden kann.
Sie zeigt, warum Verhalten aus Entwicklung, Erfahrung, Emotion, Zustand und Vertrauen entsteht – und weshalb Kynogogik® nicht symptomorientiert arbeitet, sondern psychologisch, systemisch und ursachenorientiert.
Du erfährst:
- was Kynogogik® eigentlich bedeutet
- warum Beobachtung wichtiger ist als Bewertung
- weshalb es kein „richtig“ oder „falsch“ geben kann
- und warum Verständnis oft nachhaltiger wirkt als reine Trainingsmethoden
Kernfragen:
- Was passiert, wenn wir Verhalten nicht mehr als Problem sehen?
- Wie verändert sich der Blick auf Hunde, wenn Emotionen, Stress und Umfeld mitgedacht werden?
- Warum greift reine Symptombehandlung oft zu kurz?
- Und weshalb beginnt echte Veränderung häufig nicht beim Hund – sondern im gesamten Mensch-Hund-System?
Denn Verhalten ist keine Störung.
Verhalten ist Information.
Shownotes
Wenn dich diese Folge inspiriert hat, vertiefe dein Wissen in unseren Seminaren und Ausbildungen oder entdecke die Bücher von Karin Jansen.
- Was Hunde bewegt – Zusammenhänge zwischen Motorik, Psyche und Verhalten
www.stadt-mensch-hund.de/produkt/was-hunde-bewegt - Rassespezifisches Territorialverhalten – Verstehen, was Hunde antreibt
www.stadt-mensch-hund.de/produkt/rassespezifisches-territorialverhalten - Die Welpenfibel – Ein gelassener Start ins gemeinsame Leben
www.stadt-mensch-hund.de/produkt/die-welpen-fibel - Kynogogik® Ausbildungen – Ganzheitlich, praxisnah und bedürfnisorientiert
Vom Hundetrainer und Coach bis zum Therapiebegleithund-Team
www.kynogogik.de - Praxisseminare für HundehalterInnen
www.stadt-mensch-hund.de/seminare - Kynogogik® Basis Ausbildung
Die Online-Ausbildung für Hundehalter:innen – Grundlagen bedürfnisorientierter Hundehaltung.
www.kynogogik.de/kynogogik-basisausbildung/ - Ausbildung zum/zur Kynogogik Berater:In
Mehr als eine Hundetrainer-Ausbildung – Bedürfnisorientiert mit Mensch und Hund.
www.kynogogik.de/teil-1-2-kynogogik-berater/ - MotoKynogogik® Coach Ausbildung
Psychomotorische Zusammenhänge verstehen – Bewegung, Wahrnehmung, Regulation und Trauma im Kontext von Entwicklung und Verhalten.
www.kynogogik.de/motokynogogik-coach/ - Ausbildung zum/zur Kynogogik® Fährten- & Mantrailing Trainer:In
Beziehungsorientierte Nasenarbeit
www.kynogogik.de/kynogogik-faehrten-und-mantrailing-trainer - Webinare & Aufzeichnungen – Impulse und Austausch rund um Mensch und Hund
www.stadt-mensch-hund.de/webinare - Kynogogik® im Überblick
www.kynogogik.de/links
Erlebe, wie die Haltung der Kynogogik® dein Verständnis von Mensch und Hund verändert – im Alltag, im Training und im Leben.
Verpasse keine neuen Folgen und Themen rund um Bedürfnisorientierung, Vertrauen und Entwicklung – abonniere unseren Kynogogik® Podcast „Was Hunde wirklich brauchen“ und teile ihn. Jede geteilte Folge hilft, das Bewusstsein für bedürfnisorientierte Hundehaltung zu stärken.
Verpasse keine Neuigkeiten mehr: Abonniere unseren Newsletter und erhalte regelmäßig Fachimpulse, neue Podcastfolgen und alle wichtigen Termine direkt in dein Postfach.
www.kynogogik.de/links
Folge uns:
instagram.com/institut_fuer_kynogogik
facebook.com/kynogogik
Transkript anzeigen
00:00:01: Ein herzliches Moin vom Deich.
00:00:09: Ich freue mich sehr, dass du dabei bist!
00:00:11: Ich bin Karin Janssen die Grunderin von Kynagogik Bedürfnis orientierte Hundehaltung und Erziehung.
00:00:16: Ich habe vor zwanzig Jahren die Hundeschule Stadt Menschhund gegründet und seit rund zehn Jahren bieten wir im Institut für Kynogurgik Ausbildung rund um das Thema Hund an.
00:00:25: Eine ausgeliebte Erfahrung, fundierten Wissen und einer offenen wohlwollenden Haltung kann wahre Kompetenz entstehen.
00:00:32: Ich bin fest davon überzeugt dass wir gemeinsam in die Welt unserer Hunde noch zufriedener, erfüllter und entspannter machen können!
00:00:39: Heute werden wir uns mit dem spannenden Thema Kynagogik versus Hundetraining der entscheidende Unterschied beschäftigen.
00:00:46: Ja und ich bin darauf gekommen, weil ich mich natürlich sehr darüber freue dass ihr das hier hört.
00:00:50: Und ihr sicherlich eine Idee habt warum ihr diesen Kynagogik-Podcast also was so ne wirklich brauchen hören mögt.
00:00:58: Für alle die da noch einsteiger sind und die vielleicht eine Idee haben okay das klingt ganz interessant was sie da so erzählt.
00:01:03: aber was ist denn jetzt der Unterschied?
00:01:05: Warum ist es wichtig und warum ist das richtig?
00:01:07: und was meinen die überhaupt habe ich gedacht wir machen dazu einfach mal einen Podcast Und das geht mir ein bisschen um die Unterschiede zum klassischen Hundetraining, möchte ich mal sagen.
00:01:16: Oder zur Verhaltensberatung oder sowas.
00:01:19: Also fangen wir mal an mit der Frage was ist Kynagogik überhaupt?
00:01:23: Also grundsätzlich können wir sagen dass es so eine psychologisch systemische Betrachtung von Verhalten und dessen Ursachen im Mensch-Hundsystem ist... ...und im Mund selber in den Erfahrungen, die er gemacht hat.
00:01:37: also psychologisch systemisch heißt, wir gucken was und welche Kräfte wirken auf die Psyche von Mensch und Hund ein.
00:01:46: Hier natürlich vordringlich Hund und beeinflussen dessen Verhalten.
00:01:51: und wo sind die Ursachen dafür für dieses Verhalten?
00:01:54: Und damit beschäftigen wir uns.
00:01:56: Verhalten wird also als Ergebnis der Entwicklung, der individuellen Erweglung von Hund und natürlich auch Mensch verstanden.
00:02:04: Von den Erfahrungen wird es beeinflusst, die ein Lebewesen gemacht hat.
00:02:08: Und von dem Zustand der sich daraus ergibt und das macht das Systemische aus eben wie und in welcher Form haben also hinten Beziehung statt?
00:02:19: Wie nehmen die Einfluss darauf?
00:02:22: Es kann also sein dass in einem Mensch-Hund-System einen individuellen Symptom zeigt ich belle Während die Ursache eventuell in dieser Beziehung liegt, dass Hund den Eindruck haben könnte das Mensch unsicher ist wenn andere Menschen kommen.
00:02:38: Das kann sein.
00:02:39: es kann aber auch in der Entwicklung und Erfahrung des Hundes selber liegen oder in dramatischen Vorerfahrungen die zu bestimmten Verhalten führen.
00:02:47: Und das Entscheidende ist, dass wir immer gucken was liegt unter- oder hinter einem Verhalt?
00:02:53: Und das ist anders als ein Verhaltenstraining oder eine verhaltenssyriportische Maßnahme, die halt ausgerichtet da ist darauf verhalten zu trainieren und zu verändern und so entwickeln.
00:03:04: Dabei mehr dass wo will ich hin?
00:03:06: Als das wo komme ich her?
00:03:08: ins Auge fast Ja.
00:03:10: nun können wir uns natürlich fragen wie geht das?
00:03:12: Das Blöde ist es ganz schön anstrengend also wir versuchen zu allerallererst zu beobachten ohne zu bewerten.
00:03:20: Ich sage immer, das ist nicht gut oder schlecht.
00:03:24: Wenn ich mir heute ein Gespräch gehabt habe, hat die Kunde gesagt es ist sehr anstrengend bzw nervt sie so ein bisschen dass der Hund behält.
00:03:31: Ja verstehe ich aber wir müssen uns ja zuerst einmal angucken wann Bälter wie Bältern wohin Bälters wen meint er?
00:03:39: Setzt er mit dem Bällen zum Beispiel versucht seine Grenze zu setzen und sagt kommen wir nicht näher hält also eigentlich Abstand von demjenigen, was da kommt.
00:03:48: Was angebellt wird?
00:03:49: oder ist es so dass der empört ist und dahin rennt und die aktiv weg schicken will?
00:03:53: Wenn du an der Stelle bleibst das eher unsicher, der froh wenn keiner näherkommt.
00:03:59: In diesem Fall zieht sich und sogar gerne zurück möchte also gar keine Konfrontation.
00:04:03: Ist also nicht nicht wütend nicht böse das sowieso nicht sondern er unsicher.
00:04:09: Wenn es jetzt ein Gepübel wäre, du hast ja nix zu suchen.
00:04:12: Sie tut das so landgewinnt dann könnte man sagen weißt du der darf hier auch sein.
00:04:15: wenn aber jemand unsicher ist und ich korrigiere den und sag lass das fui aus.
00:04:19: nein sonst was.
00:04:20: Dann wird er jenige eher noch unsicherer weil immer wenn er eh schon unsicher isst kriegt er noch Ärger oben drauf.
00:04:28: Und wenn ich das versuche abzulenken mit irgendwelchen was weiß ich leckerchen Ersatzbeschäftigen usw.
00:04:34: Wird der Hund das Gefühl haben?
00:04:35: Ich werde gar nicht verstanden!
00:04:37: Also am Anfang steht die Beobachtung, ohne Bewertungen um herauszufinden.
00:04:41: Was passiert da eigentlich?
00:04:43: Was ist das was den Hund antreibt?
00:04:45: Was war das was dem Hund bewegt genau dieses zu tun?
00:04:49: Dann müsste man im zweiten Punkt darauf gucken wie dann das System also wie funktionieren Mensch und Hund und seine Umwelt miteinander?
00:04:57: übernimmt der Hund vielleicht auch Aufgaben für den Menschen?
00:05:00: hat er vielleicht den Eindruck wie ich eingangs schon erwähnte dass menschen ja Unsicher sind und sie das für den Menschen tun?
00:05:09: also jetzt das Beispiel Bellen.
00:05:11: Um anderen Menschen andere Hunde von dem eigenen Menschen fern zu halten, also tun Sie das im System?
00:05:16: Und wie beeinflusst die Umwelt also die Lebensumwelt... Die Umwelt in der Hund draußen unterwegs ist
00:05:22: etc.,
00:05:23: Wie beeinflußt das ebenfalls dieses Verhalten was wir beobachten können?
00:05:28: Also der Fokus ist immer psychologisch.
00:05:30: Es geht ganz viel um.
00:05:31: welche Emotionen sind gerade im Gange.
00:05:34: Hat der Hund Stress, hat der Hund traumatische Vorarl-Fahrung gemacht oder hat er einfach kein Bock?
00:05:39: Auch das ist natürlich drinnen und auch das gibt es!
00:05:41: Das ist ja okay aber es ist erst mal bewertungsfrei.
00:05:45: und wir schauen erstmal und wir beobachten sehr intensiv und ich weiß dass in unserer Kynagogik Beraterausbildung viele Menschen in den ersten Seminaren insbesondere im Seminar Kommunikation sagen Ich sehe das nicht, ich werde das nie sehen.
00:06:00: Es werden lernen aber eigentlich immer alle und irgendwann stellt man fest, ich habe es ja gesehen.
00:06:05: Ich fange an zu verstehen.
00:06:06: Und das ist am Anfang wirklich herausfordernd weil wir auf der einen Seite schauen und sehen und üben dürfen und auf der anderen Seite dann noch dem psychologischen Kontext oder den systemischen Ansatz damit zusammenbringen dürfen was ist Mensch?
00:06:22: Was ist Hund?
00:06:24: Kontext, also Lebensumfeld der beiden.
00:06:28: Wie sind die Beziehungen?
00:06:29: Wie beeinflussen sie sich gegenseitig?
00:06:31: Das ist schon sehr herausfordernd.
00:06:33: aber wir sind eben auch keine Trainer.
00:06:37: am Ende machen wir Beratung und wir begleiten leiten auch Übungen an damit Rudinen entstehen können.
00:06:43: Aber wir sind keine Trainer im Sinne von wenn das dann dass wenn das denn das Und wenn er so tut machst du so und wenn er das tut macht es anders Und das findet eigentlich nicht statt.
00:06:54: Wir bemühen uns darum, Menschen dabei zu begleiten dass sie es ihrem Hund ermöglichen in einem sozialen Kontext also im sozialen Zusammenhang innerhalb einer Beziehung zu lernen.
00:07:04: Nicht ich gebe dir ein Leckerchen oder ich schmeiß einen Ball aus eine Belohnung wäre was ja erstmal eine gute Idee ist.
00:07:12: Das ist aber erstaunlicherweise austauschbar.
00:07:14: dem Hund ist es relativ also relativ egal von wem das leckerchen kommt.
00:07:19: Sicherlich sind viele Hunde, haben sie das am liebsten von ihren Menschen.
00:07:23: Aber grundsätzlich haben Sie dann mittels des Leckerchens etwas gelernt.
00:07:28: und wir versuchen es halt in einen sozialen Kontext zu stellen indem wir versuchen etwas gemeinsam zu tun gemeinsame Ziele zu entwickeln und den Lernprozess zu gestalten in dem alltäglichen Leben, in dem Miteinander.
00:07:41: In dem was Mensch und Hund miteinander tun und nicht nur in Übungseinheiten oder Trainings-Einheiten die klar ein Ziel haben.
00:07:48: im Sinne von morgen soll er sitz können.
00:07:52: Ich sage sehr oft es mir egal ob der Hund sitzt oder Platz macht Hauptsache halt an.
00:07:56: aber ich würde mich immer fragen warum sitzt der Hund denn jetzt gerade nicht?
00:08:00: Ich würde mich eben auch nicht in eine Nasse fürzusetzen wenn ich einen Ritschbeck T-Shirt anhätte.
00:08:07: Und von daher, wir versuchen Lernen in einem sozialen Kontext zu ermöglichen und als Beraterinnen also Kynagogik-Beraterin sind wir eben beratend und begleitend tätig statt nur trainierend.
00:08:21: Ich habe nichts gegen Training aber es ist eben so dass das Klar, eine Zielsetzung hat.
00:08:26: und wie komme ich von A nach B?
00:08:28: Während Beratung und Begleitung heißt okay wir haben hier a. Und manchmal ist es auch b und ab und zu könnte es auch c sein.
00:08:34: und wir schauen mal was machen wir damit?
00:08:36: Was tun wir da mit und nicht dagegen?
00:08:38: Wie begleiten wir Mensch-und Hund miteinander Damit das ein gemeinsames Lernen wird und ein gemeinsamer entspannteres Leben?
00:08:48: Das soll für beide gut sein Und es geht weniger darum, ich sage jetzt mal irgendwelche Tricks zu lernen die irgendwie zu irgendeiner Prüfung führen oder sowas.
00:08:58: Und was bei Kino Rui glaube ich auch noch so ein Punkt ist der auch nicht immer nur angenehm und einfach ist das die Selbstreflektion.
00:09:05: weil wir wenn wir uns damit beschäftigen dass Mensch und Hund ein System bilden dann sind wir immer mit an Bord.
00:09:12: das heißt wir erziehen eben nicht nur den Hund wir üben nicht nur für den Hund Wir entwickeln nicht nur dem Hund sondern wir entwickeln uns selber mit.
00:09:22: Und ich sage manchmal, wenn ich die Tür einmal aufgemacht habe, dann komme ich auch nicht wieder zurück.
00:09:25: Das ist dann tatsächlich so... Ich kann nicht wieder naiv mit meinem Hund umgehen.
00:09:30: Ich bin sehr ignorant und das ist in den seltensten Fallen der Fall.
00:09:34: Sondern wir machen in der Veränderung hin zu dass wir uns als System verstehen Mensch und Hund in einer Familie im System einander beeinflussend auch ein bisschen emotional aufeinander eingeschwungen im Normalfall, vielleicht mit ähnlichen Stressoren
00:09:51: etc.,
00:09:52: dann machen wir eine Menge Selbsterfahrung und wir reflektieren uns selber als Bestandteil dieser Beziehung und dieser Entwicklung mit dem Hund.
00:10:00: Und das ist etwas was verändert.
00:10:03: und es gibt immer wieder Menschen die haben von dieser Veränderung Angst und ich sage wir müssen ja nicht alles auf den Kopf stellen aber wir dürfen auf die Die inneren Antriebe von uns schauen auf, warum leben wir mit dem Hund?
00:10:18: Wie wollen wir mit ihm leben.
00:10:19: Was braucht denn unser Hund und wie beeinflussen wir das?
00:10:23: Ist das wirklich nur Hundeverhalten oder ist es auch das was ich verursache durch meine Haltung oder meine Erfahrung?
00:10:30: Und auch das ist nie richtig oder falsch weiß sondern einfach ein Fakt.
00:10:36: Von diesem Punkt aus gehen das anzunehmen also zu beobachten und zu reflektieren ohne Bewertung Kann ich dann anfangen mit Entwicklung?
00:10:47: Und wir haben sehr häufig, dass wir bei anderen klassischen Trainings oder Entschuldigung in der Verhaltensberatung oft einen Fokus auf Verhalten haben.
00:10:58: Hund tut das also tun wir das!
00:11:01: Oder man könnte jetzt auch sagen es ist angelehnt an den Fachbereich Kynologie, also Lehre des Hundes und da speziell Ethologie, Also Lehre.
00:11:11: Das setzt voraus, dass man natürlich das Hundeverhalten auch kennt und lernt.
00:11:16: Und Kommunikation lernt usw.
00:11:19: Dennoch ist es so, dass eben auf der Ebene Verhalten bleibt.
00:11:24: Ich gucke nicht wie kann ich die Ursachen verändern?
00:11:26: Wie also kann ich mit dem psychischen Zustand etwas tun?
00:11:29: Sondern wie kann mich mit dem Verhalten etwas tun?
00:11:32: was weiß ich eben nicht mehr wählen.
00:11:33: Das ist zum Beispiel durch Ablenkung abwenden oder ähnliches möglich aber ich habe die Ursache für das Bällen nicht verändert.
00:11:42: Das kann, wenn ich Bälle kann das sein.
00:11:43: Ich möchte andere auf Abstand halten.
00:11:46: Weil ich Angst habe und Empört sind.
00:11:48: Ich kann mich für meinen Menschen einsetzen oder unter Reizüberflutung leiden und kriege mich selber nicht reguliert und brauche Co-Regulationen.
00:11:56: Allein mit dem Thema Bellen kann ich mich mit unglaublich vielen Ursachen beschäftigen.
00:12:02: Und es ist anstrengend.
00:12:03: Alles voraussetzt, dass wir wirklich gucken, schauen, bewertungsfrei erst mal ... Kennten es erlangen davon, was ist da gerade los?
00:12:14: Und in einem Fokus auf Verhalten habe ich einen Verhaltepunkt.
00:12:19: Dann frage ich mich nicht, warum BELTA, was mache ich damit?
00:12:22: Natürlich machen auch Leute die mit Ethologie beschäftigen und so eine Zürich kümmern sie sich um Sicherheit zu vermitteln.
00:12:29: Aber der Hauptfokus liegt immer darauf wie verhält er sich, was sagt mir das, was mach' ich damit?
00:12:33: Wie veränder ich Verhalten?
00:12:36: tun wir nicht in dem Sinne.
00:12:39: Also, wir machen kein klassisches Training und wir haben auch keine Methodenschule oder ein Dogma oder eine Philosophie wo es eben richtig und falsch gibt dem zu folgen oder nicht zufolgen.
00:12:51: Es gibt keinen schwarz-weiß und es gibt nicht grundsätzlich richtig oder falsch Sondern herangehensweise sind extrem individuell weil alle und wirklich alle Hunde und alle Menschen absolut individuell sind.
00:13:05: Und das heißt nicht dass wir verschiedene Methoden auspacken im Sinne, den einen bewerfen wir mit Leckerchen.
00:13:09: Den anderen klickern wir ordentlich und beim dritten werfen wir die Flasche also die Rasselbüchsch oder so.
00:13:14: das ist ja wirklich dermaßen überholt alles drei aus meiner Sicht dass ich das nicht tun würde.
00:13:21: Ich denke dass wir anders arbeiten können.
00:13:23: Ich weiß dass man mit bestimmten Ich sage es mal Konditionierung als instrumenteller oder operanter konditionierungen Dinge erreichen kann.
00:13:31: Das würde ich gar nicht in abrede stellen.
00:13:32: wenn aber es wäre nicht mein weg.
00:13:34: und es ist nicht Kynagogik, sondern da geht es darum individuell zu gucken wer braucht was auf psychischer Ebene.
00:13:41: Das ist bindungsorientiertes beziehung orientiert das ist systemisch betrachtet das ist traumasensibel das ist sicherlich mehr psychologisch und es übrigens auch sehr am gehören orientiert.
00:13:55: Es ist ja ganz spannend dass das menschliche gehören und das hundische gehören wie bei ganz vielen Säugetieren relativ ähnlich sind.
00:14:02: Wir haben natürlich die größere Ratio, also den größeren präfrontalen Cortex, wir enthunden ein größeres Kriegssystem haben – das ist ganz klar!
00:14:10: Aber dennoch sind die Arten und Weisen, wie ein Gehirn funktioniert zum Beispiel die Stressachse.
00:14:16: Also über tolamme Superfüße nehmen die anderen und die Sachen mit dem Cortisol und so.
00:14:21: Das funktioniert beim Menschenhund genau gleich.
00:14:23: oder dieses parasympathische Beruhigungssystem und das sympathische Anregungssystem sind gleich.
00:14:30: Das sind die gleichen Reize, das sind die gleichen Kaskaden, die da ablaufen bei Neurotransmittern und Hormonen usw.
00:14:36: Wir sind uns also verdammt ähnlich!
00:14:38: Und deswegen möchte ich nicht einen Hund wie einem Menschen behandeln oder ein Mensch wie einem Hund.
00:14:44: Das wäre wieder Gleichmacherei aber ich möchte jeden individuell behandeln.
00:14:48: Und dass in einem Team aus zwei bestehenden Individuen ist natürlich dann umso komplexer.
00:14:56: Und ich freue mich immer, wenn Menschen den Mut haben und wieder mal feststellen okay das könnte man so oder so machen.
00:15:02: Wenn es so ist dann könnte man daraus interpretieren, wenn er das gemacht hat könnte es aber auch das sein.
00:15:07: Und Menschen die sich auf den Weg machen Bereits sind da reinzudenken, mit der individuellen Geschichte ihres Hundes zu beschäftigen.
00:15:13: Sich zu überlegen was hat er mitgebracht?
00:15:15: Werde immer schon so?
00:15:16: oder ist das in unserem System hier in meiner Familie entstanden?
00:15:20: Was hat er aus seiner Vorgeschichte mitgebracht?
00:15:22: wie hat sich das wirklich entwickelt?
00:15:24: gibt es Veränderung oder nicht?
00:15:26: wenn's schwer ist Veränderungen zu etablieren zum Beispiel kann es sein dass das auf ein Trauma hindeutet früher Entwicklungs- oder Bindungstrauma und da z.B.
00:15:33: Bindungsabbreuche solche Geschichten.
00:15:35: Und dafür braucht es eben ein bisschen Psychologie, viel Verständnis und wir sind absolut ursachenorientiert.
00:15:45: Und das ist sicherlich ein Unterschied zu Trainingsformen oder klassischen Erziehungsstilen oder verhaltenstherapeutischen Ansätzen.
00:15:54: also nicht allen aber vielen die halt eher auf das Verhalten schauen die eher trainings orientiert sind die eher praxisorientiert sind wo es viel Wenn das passiert ist, dann macht sie das.
00:16:07: Und es ist weniger prozessorientiert als eben auf ein Ziel ausgerichtet.
00:16:13: und kynagogik ist immer im Prozess weil wir uns eben schrittweise entwickeln, weil wir selber nie fertig sind und weil ein Hund lebenslang an Weisheit dazu gewinnt und weil Lebenserfahrungen die Hunde machen, die genauso prägen wie Uns-Lebenserfahrung prägt.
00:16:33: Ich kann nicht souverän werden, wenn ich keine Erfahrungen habe.
00:16:36: Und ich kann aber nur gute Erfahrungen haben oder machen, wenn in der Lage bin mich in den Erfahrungssituationen zu regulieren im Sinne von mit Unsicherheiten oder heftigen Gefühlen die aufkommen oder einer gewissen Überflutung weil es neu reize sind und so ... zurechtkommen oder und das ist ja das was ihr in einem der vorigen podcast erfahren hat oder ich werde von meinem menschen korriguliert, sodass ich nicht unsicher sein muss.
00:17:03: Und dass ich reize die erfahre integrieren kann in meinen in mein eigenes system um damit umgehen zu können.
00:17:11: Dafür braucht es die beziehung und da braucht es gar nicht verhaltenstraining sonst braucht er häufig.
00:17:17: Korregulation durch den menschen wenn hund das noch nicht selber kann Übrigens umgekehrt genauso.
00:17:22: Uns braucht den Raum für sichere Lebenserfahrungen, natürlich auch mal Konfliktmanagement und die Erfahrung dass nicht alle immer alles toll finden und so weiter.
00:17:31: das schon aber eben immer unter dem ja unter dem der sichernden Hand von uns immer mit Moderation und immer bereit sich einzubringen als Individuum in dieses System in dieses Beziehungssystem.
00:17:48: Und das ist meiner Meinung nach Ja, es ist so eine Art Aufbruch und das meine ich jetzt gar nicht so dramatisch wie's klingt.
00:17:55: Aber ich kann mich entscheiden... Ich schaue mir das jetzt an!
00:17:58: Und ich beschäftige mich jetzt damit und gucke mal nach Ursachen und ich gucke hinter Frage mal auf meinen eigenen Ziele und mein eigenes Genervt sein oder meine eigene Überforderung ohne mich zu bewerten, ohne mir die Geißelung zuzumuten, sondern ich versuche mal auch mich zu beobachten ohne Bewertung und zu gucken, was in meinem System mit meinem Hund bedingt sich eigentlich gegenseitig.
00:18:28: Wie ist es mit der erweiterten Familie?
00:18:29: Wie ist das in unserer Umwelt?
00:18:31: Wie sind wir miteinander?
00:18:33: Wie kommen wir eigentlich klar?
00:18:35: Und da habe ich eine Idee, warum wir mit einigen Dingen nicht zurechtkommen.
00:18:38: Wenn ich das selber nicht finde oder ich mal einen neutralen Blick von außen brauche, dann kann ich mir eine klinologische Beratung suchen mal ein Gespräch haben und mir da nicht einen Feedback im Sinne von gut, schlecht, schwarz-weiß abholen.
00:18:54: Was nimmt denn mein klinologischer Berater?
00:18:56: Meine Beraterin hat meinen Hund vielleicht meinen Schutz übernommen und ist deswegen so aufgeregt weil mein Hund den Eindruck gewinnen könnte dass ich so aufgeregt bin wobei ich vielleicht nur so aufgerägt bin weil mein Hund ja so auf geregt ist und wir uns gegenseitig fürchterlich reinsteigern was auch nicht richtig oder falsch ist sondern einfach eine Tatsache Und daraus kann ich vielleicht aussteigen.
00:19:20: Ich kann mich auf den Weg machen, mit meinem Hund gemeinsam andere Erfahrungen zu machen und meinem Hund das Gefühl zu geben erst mal du bist gut so wie du bist, mich anzunehmen als ich bin gut so, wie ich bin.
00:19:36: Dann gucken wir was wir mit unserem Verhalten und vor allen Dingen dessen Ursachen tun.
00:19:42: Denn erst wenn Verstehe als keine Störung, also Verhalten ist keine Störung.
00:19:47: Sondern die gibt uns Informationen darüber was in einem Individuum los ist und hoffentlich auch darüber.
00:19:54: wenn wir da richtig nachgucken und uns die Zeit nehmen und auch mal ein bisschen uns aus der eigenen Perspektive lösen können wir vielleicht auch erkennen dass da Sachen im Hintergrund sind die vielleicht vor unserer zeit waren Und das vielleicht unterhundet etwas mitträgt Aus seinem Leben am Anfang, aus seiner Wurfgeschichte, aus der frühen Zeit von der Straße.
00:20:19: Egal woher er kommt was jetzt unser System untermitteneinander beeinflusst oder eben meine Geschichte beeinflußt etwas Erlebnisse die ich vielleicht mit einem unter vor hatte Die immer noch nachhallen zum Beispiel oder überhaupt wie Ich ja selber Emotionen Stress und vielleicht sogar traumatische Erfahrungen erlebt habe Und die ohne das vielleicht zu wissen und zu wollen in unsere Beziehung einbringe.
00:20:42: Also wenn ich mich aufmache, dieses Hund und Mensch im System zu verstehen und bereit bin zur Reflektierung über mich und meinen Hund.
00:20:52: Und dann mich aufzumachen mit den Ursachen etwas zu tun.
00:20:55: Dann denke ich das ja ein ganz wunderbarer Weg ist der auch nie fertig ist.
00:21:01: es entwickelt sich immer weiter und Ich werde merken dass ich darin wirklich eine Individualität finde, die mir nicht vermittelt wenn du das nicht schaffst und wenn er auf das Signal nicht reagiert.
00:21:16: Also wenn du dass kommandos hast in der Macht damit nix und also das müsste ja jetzt schon mal können Das ist dann vorbei weil wir sind auf einem Weg Und das ist kein heilsversprechen und es auch nicht irgendwie.
00:21:28: dann ist alles endlich gut sondern wir entwickeln uns und zum leben gehört dazu dass es das Entwicklung sein darf und dass man für Entwicklung auch bestimmte Zeiten braucht.
00:21:38: Auch Menschen entwickeln sich nicht von heute auf gestern, auch die haben nicht eine halb kürzeste Zeit mit Trick siebzehn das und das und was um das gelernt und sind dann fertig, sondern auch Menschen entwiceln sich lebenslang.
00:21:49: Und das großartige ist, dass Sie sich zu vollständigen Persönlichkeiten entwickeln und dass Sie eine eigene Geschichte entwickeln, dass sie vielleicht eine eigene Familie gründen wenn sie das möchten – so ist es beim Hund eben auch!
00:22:01: Meist ja nicht das mit der Familie, das wollen wir auch nicht.
00:22:03: Aber eine eigene Persönlichkeit entwickeln zu dürfen mit den ganz kleinen Macken die wir alle so haben und die wir ja auch an uns lieben und auch unseren Hunden Und auf viel Verständnis zu stoßen und diese Schritte machen zu dürfen Das ist wirklich für Hunde ein Geschenk.
00:22:20: Und mich beeindruckt und berührt es immer sehr wenn ich merke dass ein Hund merkt Oh!
00:22:26: Ich werde verstanden Da hat jemand mich wirklich verstanden.
00:22:31: und Hunde anfangen sich zu orientieren, wenn sie merken ich komme hier nicht weiter.
00:22:38: Ich weiß gerade nicht, ich bin irgendwie
00:22:40: überfordert.".
00:22:41: Und dann kommt diese Rückorientierung nicht zur Leckerchen handeln sondern zum Menschen.
00:22:44: Es kommt die Frage Kannst du mich vielleicht unterstützen?
00:22:47: Wollen wir das gemeinsam machen oder ich komme zu dir zurück und leg mich einfach mal daneben und bin einfach nur bei dir.
00:22:54: Das tut mir gut sich bewusst Ko-Regulation abzuholen.
00:22:59: Also wenn Hunde verstehen, dass wir sie verstehen und dass wir nicht sagen, klappe halten du hast gebellt sondern dass wir uns umschauen und fragen okay worum ging es?
00:23:08: Was dann bei Hunden passiert was in deren Gesichtern passiert und was in der Verhalten passiert wie sehr Spannung nachlässt Wie sehr Hunde verstehen.
00:23:15: Okay diese Erfahrungen ermöglichen mir auch zu wachsen Und ich muss das nicht so oder so machen Sondern Ich darf mich entwickeln.
00:23:24: Das spüren die, wenn sie nicht ständig mit Schwarz oder Weiß gut oder schlecht richtig oder falsch bewertet werden.
00:23:30: Genauso wie Kinder somit Abwertungen ganz oft zu tun haben – ob das nur durch Schulnoten ist oder durch die Meinung anderer oder was auch immer.
00:23:40: Jede Form von Bewertung enthält die Gefahr von Abwertung und erst mal damit umzugehen dass etwas so ist wie es ist und damit und dafür etwas zu tun und nicht dagegen.
00:23:50: Das ist etwas was Könagogik ausmacht Und ich wünsche mir für euch und eure Hunde, dass das auch so eine Möglichkeit ist.
00:23:58: Dass ihr vielleicht den Podcast weiterfolgen mögt, euch ein bisschen anregen lassen wollt, dass ihr Freude daran findet, euch da reinzufrickeln oder zu beobachten.
00:24:08: Nicht analytisch nicht auf Perfektion, darum geht es nicht.
00:24:11: Sonst geht es darum, zu gucken was macht mich und meinen Hund in unserem Beziehungssystem aus?
00:24:18: Das ist ein ganz großes Geschenk!
00:24:20: Egal, ob wir mal Schwierigkeiten haben oder nicht.
00:24:22: Wir sind ein System und wir sind füreinander und nicht gegeneinander Und wir entwickeln uns miteinander.
00:24:28: Das ist das Geschenk was Hunde uns in ihrem Zusammenleben mit uns machen Dass wir uns daran freuen und die Hunde sich mit uns daran freuen können dass sie verstanden und gut aufgehoben sind.
00:24:40: Das wünsche ich uns allen.
00:24:43: Nur noch eine kleine Frage in eigener Sache Gehörst du auch zu den engagierten Hundehalterinnen, die noch mehr überbedürfnisöderientierte Hundehaltung erfahren möchten.
00:24:52: Also Kynagogik, das worüber wir gerade erfahren gesprochen haben?
00:24:56: Du hast Freude daran dich für die Beziehung von dir und deinem Hund zu engagieren!
00:25:00: Dann möchte ich dir unsere neu konzipierte Kynogrogic-Basis Ausbildung empfehlen.
00:25:05: Zwölf online Seminare und vier Q&A Sessions in denen du deine Fragen live beantworten bekommst.
00:25:11: Alle Infos dazu bekommest auf unserer Website www.kynagogiq.de.
00:25:16: Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann abonniere ihn und teile ihn gerne mit deinen Hundefreundinnen.
00:25:21: Empfiehle uns weiter und lass uns ein Feedback oder Like da!
00:25:24: Du findest ihn überall dort wo man Podcast hören kann – bis zum nächsten Mal, deine Karin.
Neuer Kommentar