Wie Hunde uns prägen
Shownotes
Wie Hunde uns prägen – Teil 1
In dieser Folge geht es darum, wie frühe Bindungs-, Entwicklungs- und Sozialisationserfahrungen Hunde über ihr ganzes Leben prägen können – und warum Verhalten immer im Zusammenhang mit der individuellen Geschichte eines Hundes betrachtet werden muss.
Anhand von Ava, Reiko, Lia und Odongo sprechen wir darüber, wie sich Erfahrungen aus den ersten Lebenswochen, der Sozialisationsphase und traumatischen Situationen später im Verhalten zeigen können – und wie Sicherheit, Unterstützung und Selbstwirksamkeit Entwicklung ermöglichen, ohne frühere Erfahrungen einfach ungeschehen machen zu können.
Du erfährst:
- warum Defizite in der frühen Bindung und Erfahrungen in der Sozialisationsphase oft nicht vollständig auflösbar sind
- weshalb soziale Kompetenz nicht bedeutet, dass ein Hund alle Menschen und Hunde mögen muss
- wie Selbstwirksamkeit entsteht und warum sie nichts damit zu tun hat, einen Hund ins kalte Wasser zu werfen
- und weshalb Verhalten, das in einer traumatischen Situation sinnvoll war, später trotzdem hinderlich werden kann
Kernfragen:
- Wie wichtig sind die ersten Lebenswochen und die Sozialisationsphase für das ganze Leben?
- Wie können Hunde trotz belastender Erfahrungen sicherer und handlungsfähiger werden?
- Was brauchen sie, um alte Verhaltensmuster zu verändern?
- Und warum ist der Hund vor uns immer wichtiger als das Konzept in unserem Kopf?
Shownotes
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ein herzliches Moin vom Deich.
00:00:09: Ich freue mich sehr, dass du dabei bist!
00:00:11: Ich berate seit zwanzig Jahren Menschen mit ihren Hunden und bin mir aus Erfahrung sicher, dass Menschen und Hunde so individuell und so einzigartig in ihrer Persönlichkeit, ihrer Biografie und ihren Bedürfnissen sind das Diversität in der Hunderhaltung Natur gegeben ist.
00:00:32: Es gibt keine Alternative zur individuellen Wahrnehmung und Wertschätzung jedes einzelnen Individuums.
00:00:38: Leben kann nicht durch Dogmen und simple Regeln verstanden oder reguliert, sondern nur durch Offenheit und eine wohlwollende Haltung verbunden mit Wissen und wachsender Erfahrung begleitet und unterstützt werden.
00:00:50: Heute möchte ich euch von meinen persönlichen Erfahrungen und meinen Hunden zu den Themen individuelle Biografie, Bindung, Selbstwirksamkeit, Resilienz- und Verhaltensmuster berichten.
00:01:00: Da das ein riesengroßes Thema ist – da das ja nun einfach ne mehr sind – habe ich das in zwei Teilen aufgezeichnet.
00:01:06: Dies ist Teil eins.
00:01:08: Mach es dir also gemütlich, spitz die Ohren und lass uns beginnen.
00:01:12: Ich habe begonnen mit der Fragestellung wie wichtig ist eigentlich die erste Bindung für das ganze Leben?
00:01:19: Und ich möchte euch von Ava berichten.
00:01:22: Ava hatte eine schwierige Situation bei ihrer Geburt.
00:01:26: Die Mutter musste einen Maulkopf tragen weil sie die Hünde vielleicht Schmerzen hatte oder Stressige Trächtigkeit oder sowas.
00:01:35: Auf jeden Fall wollte sie ihre Welpen nicht haben und die mussten also schon bei der Geburt vor ihr geschützt werden mit Maulkorb, wie wir später erfahren haben war das beim ersten Wurf auch so.
00:01:45: Das heißt da hat sie sich irgendwie nicht sicher und wohl gefühlt dort wo sie gewesen ist Und sie hat nach der Gebur wenig Bereitschaft gezeigt zu säugen und Fürsorge zu leisten für die Welpen.
00:01:58: Und wir haben das dann, als wir aber mit vier Wochen das erste Mal besucht haben.
00:02:01: Haben wir so kleine Verletzungen an den Welpen gesehen, wo uns nachher berichtet wurde, dass es tatsächlich die Mutter war, die eigentlich nur bis zur dritten Woche einigermaßen stillen wollte?
00:02:14: Dann hat man versucht sie mit Leckerchen zu bestechten, damit sich das weiter aushält.
00:02:18: Das hat aber nicht geklappt und da haben Sie's aufgegeben, haben.
00:02:21: ab der dreieinhalb Woche wurden die dann ausschließlich mit Futter, also Trockenfutter weiter ernährt Und da ist halt raus entstanden, dass Ava zum Beispiel immer ein Thema mit Futter hat.
00:02:36: Aber dazu später mehr.
00:02:38: Sie ist aus dem Wurf die kleinste aber mit einem mental sehr stark Hündin gewesen.
00:02:42: Die ist zuerst aus der Wurfkäste geklettert, sie ist erst aus dem Welpengehäge heraus gekletterd und es war auch so wenn sie mal nicht da war haben die Geschwister nur gefressen, wenn sie da waren.
00:02:52: Und sie hatte auch am meisten Konflikte da wir sie ab der vierten Woche besuchen durften und ab der sechsten Woche mal aus dem Wurf nehmen durften.
00:03:01: Das heißt, wir haben sie erst einmal einfach so mit uns gehabt ... Wir haben sie einmal wöchentlich besucht und haben sie dann aber auch nach kurzer Zeit schon mal mitgenommen, ein kleines Stück im Auto dass die sich daran gewöhnen konnte Und wir konnten feststellen das sie sehr gerne mit uns unterwegs war und hat überhaupt kein vermissen der Mutter oder der Geschwister gezeigt.
00:03:21: also Sie hat da keine sichere Bindung entwickeln können.
00:03:27: Und als sie dann bei uns eingezogen ist und festgestellt hat, okay die Leute kümmern sich jetzt, die finde ich ganz gut.
00:03:33: Da hat sie gebellt, sobald man mehr als einen halben Meter entfernt war.
00:03:36: also das war tatsächlich so dass man am Küchentresen stand und sie stand direkt hinter einem und hat ein angebellt weil sie dachte du musst mir jetzt Aufmerksamkeit geben.
00:03:45: Das war sehr schwierig, weil es natürlich so nicht ging.
00:03:49: Wir sind dann morgens auch immer mit einem auffordernden Knurr geweckt worden.
00:03:54: Und wir haben uns erst gefragt, okay was habe ich falsch gemacht?
00:03:57: Müssen wir jetzt konsequent das Ignorieren sie irgendwie durchkleffen lassen müssen wie er sie in ein anderes Zimmer verbringen braucht sie mehr begrenzen und die andere Begrenzung?
00:04:06: und naja gut was da so losgeht im Kopf dass man das Gefühl hat ok Was kann ich tun damit dieses kleine Wesen zur Ruhe kommt oder sein lässt und auch mal weglässt.
00:04:19: Und wir haben ja nicht von allein bleiben geredet, sondern davon ein bisschen Distanz aufzubauen.
00:04:23: Es ist aber klar geworden im Laufe der Zeit dass sie das wirklich nicht gemacht hat um uns zu drangsalieren, ihre Bedürfnisse klarzumachen, weil das hat sie eben nicht gehabt.
00:04:35: Die Mutter ist immer raus aus dem Wurf.
00:04:37: die kamen dann wenn gefüttert wurde, kam sie dazu und wollte den den Welpen das Futter weg fressen oder leckerchen wegfressen und solche Geschichten.
00:04:44: Und die hatte halt ein ganz ganz starkes bedürfnis und damit umzugehen erst mal diese näher zu geben.
00:04:51: und Ja sich so von dieser idee wie man das mit dem welpen macht jede woche irgendwie was bei den paar minuten länger allein lassen usw.
00:05:00: Das ging erstmal sogar nicht.
00:05:01: Das ist aber geworden, je sicherer sie mit uns werden konnte.
00:05:06: Aber auch bis heute ist dieses Futterdefizit also diese Versorgungslücke die Sie dadurch Ihre Mutter hatte wirklich noch spür und sichtbar.
00:05:15: Also wenn wir morgens oder das Futter vorbereiten in der Küche zum Beispiel rennt sie am Küchentresen auf- und ab.
00:05:21: Also sie geht ständig hin und her wie so ein Tiger im Käfig Und man kann sich natürlich fragen okay?
00:05:29: Die muss auch Abstand halten.
00:05:32: Entschuldigung, die anderen Hunde müssen auch Abstand halten.
00:05:36: Was für die andere Hunde nicht schwierig ist und die mischen sich dabei ihr auch nicht ein.
00:05:39: aber wir müssen mit sehr viel Druck sie irgendwo hinzwingen also ihr sagen Sie darf jetzt nur auf der Decke dort und an keiner anderen Stelle warten etc.
00:05:49: Und wir haben uns entschieden es nicht zu tun.
00:05:51: Es ist so dass das für sie diese zu wenige Fürsorge und die zu wenig Versorgung durch die Bedrohung, durch die Mutter Tatsächlich ein Trauma war.
00:06:01: Ein Bindungstrauma und sicherlich auch in den ersten Wochen eine Entwicklungstrauma, sodass sie nicht anders kann.
00:06:06: Sie macht das nicht weil sie uns nerven möchte, sie macht es nicht weil ihr gefällt.
00:06:10: Sie fühlt sich selber nicht wohl in dem Moment wo sie immer noch irgendwie das Gefühl hat ich muss ganz vorne mit dabei sein sonst kriege ich nix.
00:06:17: Und deswegen lassen wir sie da laufen gehen damit ganz locker oben.
00:06:21: Sie kriegt auch zuerst Essen.
00:06:22: das wird doch so bleiben egal ob sie jetzt in der Rangfolge der Hunde noch an Position eins ist.
00:06:29: Das wird sich sicherlich im Laufe der Zeit irgendwann ändern, wenn sie deutlich älter noch wird.
00:06:34: Aber dieses Recht und diese Bedürfnis-Erfüllung wird sie behalten.
00:06:38: Und sie verlässt sich auch darauf – das wissen wir – aber bestimmte Verhaltensmuster sind eben einfach entstanden und
00:06:44: bleiben.".
00:06:45: Und für uns ist es sehr wichtig, dass wir uns zum Glück einig sind wie wir damit umgehen und wirklich erkennen konnten okay.
00:06:53: Da geht es hier um Bedürfnisse und da geht es um Trauma und das geht nicht darum, dass die einen Hund die Weltherrschaft übernehmen möchte.
00:07:02: Insgesamt ist sie ein wahnsinnig sensibler Hund.
00:07:06: Sie ist sehr anhänglich an ihre Bindungspersonen ist dabei aber sehr effektgesteuert.
00:07:12: Wenn sie aufgeregt ist, muss die bellen.
00:07:13: Wenn Sie wütend ist, müssen sie bellen!
00:07:15: Wenn sie näher braucht, braucht sie ganz viel näher und legt sich auf einen drauf
00:07:19: etc.,
00:07:20: sie ist also sehr effekgesteuerd in ihren Gefühlen.
00:07:23: Dabei hat sie die Fähigkeit, sehr fein zu kommunizieren.
00:07:26: Also sie hat sehr große Antennen für das was von außen kommt.
00:07:32: Sie nimmt sehr die Stimmung wahr.
00:07:33: Sie kann sich wundervoll in kleine Kinder zum Beispiel einfüllen sehr zugewandt, sehr achtsam mit insbesondere Kindern und würde ja sicherlich da immer viel zu viel tun.
00:07:47: Und hat dann eher ein Problem mit den Gefühlen von anderen umzugehen und sich abzugrenzen.
00:07:52: Sie braucht aber bei Menschen die ihr nicht viel bedeuten und auch bei Hunden braucht sie eine sehr große Individualistanz.
00:08:01: Was man sagen kann ist dass sie sozial sehr kompetent ist, sehr feinfühlig sehr gut kommunizieren können, aber sie möchte nur zu wenigen Hund und Menschen Kontakt haben.
00:08:11: Und das ist etwas was sich eben nicht ausschließt.
00:08:14: ich kann sehr kompetent sein in Bezug auf soziale Kontakte muss aber jetzt nicht mit jedem Kontakt haben wollen und das darf Sie.
00:08:21: unsere Hunde müssen nicht Kontakt haben wenn sie nicht möchten.
00:08:24: Ja man kann so als Fazit daraus sicherlich sagen dass der Mangel der ersten Lebenswochen also wirklich von Geburt vielleicht auch schon vorgebotlich war.
00:08:33: Mutter war offensichtlich gestresst und die ersten Demenswochen nicht vollständig auflösbar sind.
00:08:38: Sie vertraut uns, hat mit uns eine sichere Bindung entwickelt.
00:08:42: aber sie ist nicht so dass in die Welt geht und sagt hello was haltet ihr für mich bereit?
00:08:46: sondern sie ist erstmal ein bisschen skeptisch.
00:08:51: und ja man muss ein bisschen auf den zweiten Blick ihr Harz gewinnen.
00:08:57: das tun wir und sie kriegt von uns auch den dritten vierten fünften und zehnten Blick und wir lieben sie heiß und indienlich und würden alles für sie tun.
00:09:04: Wir freuen uns auch sehr darüber, dass sie so feinfühlig ist und dass sie ihre Zumglück in ihrem Temperament aufgestellt ist.
00:09:14: Dass sie ihre Emotionen loswerden kann.
00:09:16: Das finde ich extrem wichtig!
00:09:18: Dass sie rauskommt damit was in ihr vorgeht.
00:09:20: Und das ist zwar manchmal sehr akustisch aber es ist besser als wenn sie es in sich hineinschluckt und daran krank wird.
00:09:28: Sie darf natürlich ihre starken Gefühle haben.
00:09:31: Wir helfen ihr, sie zu co-regulieren.
00:09:34: Das braucht sie immer noch und schafft es nicht allein.
00:09:37: Und das tun wir von Herzen und Gerne und für immer.
00:09:41: Ja... Und das bringt mich zu meiner nächsten Geschichte.
00:09:44: Da stellt sich die Frage wie wichtig ist denn die Sozialisationsphase?
00:09:48: Also die Phase, die sich nach dieser frühesten Welpenzeit so anschließt.
00:09:54: Da möchte ich euch von Räko erzählen.
00:09:57: Der wurde in Malaga völlig abgemagert gefunden.
00:10:02: Und der hat offensichtlich dort auf der Straße gelebt, war nicht von Menschen gehalten und ja, nicht unterstützt.
00:10:10: Und er hat sich ... Also die Frau, die ihn gerettet hat, die war für den Tierschutz in Malagar aktiv.
00:10:16: Da hatte er echt Glück gehabt.
00:10:18: Die hat gesehen wie bei einem Restaurant mit so Plastikstühlen nach ihm geworfen wurde.
00:10:27: Obwohl er massive Angst vor Menschen hat, ist er einfach irgendwo hingeflüchtet und es hat Gott sei Dank ihr Auto getroffen.
00:10:34: Und sie war dann da, hat ihn in den Tierschutz gebracht und er wurde damit neun, neuneinhalb Kilo gewogen und hat später als er denn bei uns nach wirklich langer Zeit so Normalgewicht hatte, was der so, siebzehn, ein halb, achtzehn Kilo gehabt.
00:10:49: Also er ist fast halb so schwer gewesen wie er hätte sein sollen.
00:10:53: Der ist also wirklich fast verhungert.
00:10:56: Er hatte massive Angst vor Menschen, er kroch theoretisch nur so in Deckung geduckt vor sich hin.
00:11:05: Und ja als ich ihn bekam da war er vorher auf einer Pflegestelle mit einem anderen Hund hat Ja, im Prinzip Gänge gehabt die aber mal nur also ohne viel Menschen Kontakt und so weiter stattgefunden haben.
00:11:18: Und als er zu mir kam habe ich ihn dann tatsächlich mit einem Sicherheitsgeschirr gehabt.
00:11:22: Hab ein Zudem noch einen Halsband dran gehabt beides miteinander verbunden.
00:11:26: Ich hab ihn wenn wir in der Öffentlichkeit waren eigentlich nur getragen und Wir haben tatsächlich Viel viel viel viel Zeit auf einer Wiese vor dem Haus.
00:11:37: Ich habe nach Hamburg gewohnt noch zu dem Zeitpunkt das war eine sehr ruhige stille Wiese Zeit verbracht und haben Menschen in, ich sag mal, fünfzig Meter Entfernung angeguckt.
00:11:45: Und das war schon für ihn angstvoll.
00:11:49: Ich bin am Anfang nur nachts draußen gewesen also wenn niemand anders da war.
00:11:53: Da hat er sich relativ frei verhalten, war dabei immer an der Steppe Leine die ich in der Hand gehalten habe weil einfach diesen Moment wo er nicht gesehen wurde und wenig Menschen da waren, da ging es ihm deutlich besser.
00:12:08: Und als ich dann wieder anfing zu arbeiten, habe ich meine Arbeitszeiten dementsprechend angepasst.
00:12:14: Ich musste mit der Bahn durch Hamburg fahren – also für ihn ganz schwierig -, dass wir außerhalb der Rush Hour sozusagen gefahren bin.
00:12:23: Also ich bin dann so lange am Arbeitsort geblieben bis alle Leute nach Hause gefahren sind und bin dann erst wieder nach Hause.
00:12:28: Und ich hatte zur Unterstützung meiner damalige Ritschberg-Künderin Sandra über die werdet ihr im nächsten Teil etwas erfahren, also im zweiten Teil Und die hat ihn im Prinzip adoptiert.
00:12:40: Die hat entschieden, den können wir
00:12:41: nehmen.".
00:12:41: Ich habe die beiden andern da vorgestellt und sie hat gesagt," Joa, kann man
00:12:43: machen?".
00:12:44: Der hat sich ihr angeschlossen nicht mehr.
00:12:46: Vor mir hatte er sich ein halbes Jahr lang im Prinzip gefürchtet.
00:12:50: Er konnte nur allein in der Küche mit geschlossener Tür essen also ich konnte nicht in der Nähe sein aber Xandra auch nicht, der musste ganz alleine essen.
00:12:59: Und er hat aber im Laufe der Zeit erst sich ihr anvertraut und dann... ...mir!
00:13:05: Und es ist tatsächlich so, der hat halt in seinem ersten Lebensmonat, man hat so geschätzt das ein bis drei Jahre alt.
00:13:12: Es war ganz unklar weil er hatte so einen Notfall, so ein rotes, struppiges Notfall.
00:13:17: Der hatte gelbe Zähne, der war halt Klapperdürr nicht gut entwickelt.
00:13:21: also es war nicht klar wie alter eigentlich ist.
00:13:26: Er kann auch junger gewesen sein ich weiß es nicht de facto aber es ist klar.
00:13:30: er hat in seinem In seinen ersten Lebensmonaten oder dem ersten Lebensjahr, wie lange auch immer das war hat er keine positive Menschenkontakte gehabt.
00:13:39: Er hat nicht mit Menschen gelebt so dass er Menschen nicht lesen konnte.
00:13:43: für ihn war ein Mensch immer erst mal nur Bedrohung und er konnte nicht gut lesen ob man ihn anlächelt oder Zähne zeigt.
00:13:49: Das war für ihn nicht erschließbar Und deswegen ist er.
00:13:52: eben hat er es sehr schwer gehabt sich mir anzuschließen und zu sagen okay ich vertraue dir und Ich bin mir sicher ohne Xandra hätte er es nicht geschafft.
00:14:01: Das war wirklich Voraussetzung, dass der Hund überhaupt ins menschliche Leben zu integrieren war.
00:14:06: Und die Sozialisationsfenster für Menschen ist einfach verpasst worden.
00:14:10: Einmal durch die Straße und einmal natürlich dann sogar mit traumatischen Erfahrungen mit Menschen.
00:14:15: also da hat er eher Ablehnung und Gewalt erfahren.
00:14:17: Der hat vielen Narben gehabt am Körper wo ich gar nicht wissen möchte was da alles passiert ist.
00:14:22: das war wirklich ein Überlebenskampf den er gekämpft hat und den er erstaunlicherweise überlebt hat.
00:14:29: Und er hat sich mir dann aber angeschlossen und aufgeschlossen, und hat dann erkannt okay die ist wohl auch einigermaßen kompetent.
00:14:38: Was für ihn ganz wichtig war.
00:14:40: also wir haben Xander und ich haben ihn immer geschützt vor Menschen vor anderen Hunden.
00:14:45: Er wurde immer geschürzt wenn er es brauchte und er hat aber zusätzlich über Jagdersatzbeschäftigung Als es denn soweit war, dass er das tun konnte.
00:14:57: Er durfte seinen Futter arbeiten und hat gemerkt, ich habe einen Einfluss auf meine Lebenswirklichkeit.
00:15:06: Er hatte Selbstwirksamkeitserfahrung gemacht.
00:15:08: Er hat sich auch in diesem Jagder-Satz als sehr kompetent erfahren.
00:15:13: Das hat ihm tatsächlich so viel Stärke gegeben... Entschuldigung!
00:15:18: ...dass er neben der Unterstützung durch Xanra und mich tatsächlich selber einen Selbstbewusstsein, eine Sicherheit entwickelt hat.
00:15:25: Und das in Kombination hat dazu geführt dass der im Alter richtig dreist und aufdringlich wurde.
00:15:32: Sein Nervensystem hat gelernt die Welt ist wahrscheinlich gefährlich und wenn sie nicht gefährlich ist es sie harmlos.
00:15:40: Das ist das was auch bei Bei Leckerchengabe von Hunden, wenn Hunde Dinge schön gefüttert bekommen, dann registrieren sie auch okay.
00:15:48: Das da ist jetzt harmlos.
00:15:49: Blöd ist nur, wenn das weg bleibt die Fütterung, dann ist alles andere gefährlich.
00:15:54: Das war bei Rekku nicht so sondern der hat einfach aus eigener Stärke zu der finden konnte also aus seinen Kompetenz und Selbstwirksamkeits-Erfahrungen plus der sozialen Unterstützung durch Xamra und Milch und später auch Odongo.
00:16:04: Der kam dann auch noch dazu, der Ritschbeckrüde.
00:16:07: Von dem werdet ihr ja auch im zweiten Teil etwas erfahren.
00:16:10: Hat er einfach zu einer Stärke gefunden dieses Gefühl entwickelt, denke ich.
00:16:15: Entweder schaffe ich das alleine und wenn nicht habe ich eine
00:16:17: Mannschaft.".
00:16:18: Und dann ist aus diesem die Welt ist schwarz und bedrohlich, ist dann die Welt ziemlich... Also zumindest Menschen, die in unseren näheren Umkreis kamen fand er dann ziemlich harmlos und es dann sogar etwas zudringlich geworden.
00:16:29: Das war mir manchmal fast peinlich aber in Wirklichkeit hab' ich mich natürlich darüber gefreut dass er sowas entwickeln konnte.
00:16:36: Da kann man vielleicht so als Lernerfahrung für mich sagen Natürlich am Anfang von Traumotherapie immer erst mal steht soziale Unterstützung und dann Kompetenzen, Ressourcen und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen.
00:16:50: Aber dann kommt mit ins Leben nehmen – nicht nur vermeiden!
00:16:56: Für ihn wäre es so gewesen wenn er in einer Einrichtung gewesen wäre wo er unter Hunden gelebt hätte und Menschen nur zum Füttern da gewesen wären, mal für medizinische Behandlung.
00:17:09: Dann hätte er dort sicherlich erst mal friedlicher gelebt aber er wäre immer noch der ängstliche Hund geblieben, sobald es zu Fremdreizen gekommen wäre weil er letztendlich ja nicht herausgefordert wäre durch die Förderung, die er erhalten hat sich selber als kompetent und selbstwirksam zu erfahren sondern wenn man alles vermieden hätte Dann hätte er sich nicht bis hin zu dreist und aufdringlich, vorwitzig und humorvoll.
00:17:39: Und frech und schnell und begabt und selbstwirksam.
00:17:45: Und super Jäger, super Satzjäger natürlich entwickeln können.
00:17:48: Sondern er wäre dann eben einfach da in seiner Hundegruppe geblieben.
00:17:51: Und auch das wäre in Ordnung gewesen.
00:17:53: Er hätte sicherlich ... Wäre nicht unglücklich gewesen aber zu seiner vollen Entfaltung kam er durch soziale Unterstützung durch diese Kompetenz- und Selbstwirksamkeitserfahrung, unterdurch dass er in kleinsten Dosen mit ganz viel Schutz langsam die Welt erfahren durfte als.
00:18:13: ich bleibe handlungsfähig in dieser Welt.
00:18:16: Und ich bin nicht das Opfer sondern werde jemand der Selbstbewusstsein hat, der eine Mannschaft also ein Team hat sozusagen, der einen Deckapart sich raustrauten darf.
00:18:30: Das ist eine tolle Entwicklung.
00:18:34: Ich habe im ersten Jahr sehr gezweifelt, ob das möglich sein wird aber er hat uns wirklich gezeigt dass es sich wohnt sehr achtsam auf der einen Seite zu sein sehr viel Schutz zu geben und eben auch den Hund in seiner persönlichen Entwicklung zu fördern damit er nicht nur der abhängige Schutzempfänger ist sondern selber Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit entwickeln kann.
00:19:00: Und das hat ihm wirklich, wirklich viel gebracht.
00:19:04: Und Selbstwirksamkeit heißt eben nicht einen Hund ins kalte Wasser zu werfen sondern der kann in einer Situation wachsen.
00:19:12: also sein Verhalten verändert etwas für sich und er kann eine Situation bewältigen und wenn er das mal nicht kann dann sind wir da.
00:19:19: Also das gehört dazu sonst kann sich Selbstwirksamkeit schlecht entwickeln weil es dann über Lebenskampf bleibt.
00:19:25: uns darf so sein.
00:19:26: Also ich komme in ein gutes Gefühl für mich, wenn ich sozusagen Unterschutz in der Sicherheit merken kann.
00:19:33: Ich kann auch beitragen und nicht ich kämpfe um mein Überleben sondern ich kann meine Fähigkeiten, meine Persönlichkeiten so weiter entwickeln und kann beitragend dazu dass meinen Leben eine gute Gestalt annimmt.
00:19:47: Und ja da haben wir durch ihn unglaublich viel gelernt.
00:19:51: Einmal, wie lange es dauern kann.
00:19:53: Er hat auch zwei Jahre gebraucht bis auf Normalgewicht kamen.
00:19:56: Weil ich ihn nicht fettfüttern wollte.
00:19:58: Er musste sich körperlich langsam mit gesunder Nahrung entwickeln können und seine seelische Gesundheit hat viel länger gedauert.
00:20:06: Das sind immer Schritte gewesen.
00:20:07: Es ist nie stehengeblieben.
00:20:10: Es waren immer Schritten aber es war ein ganz langer Weg.
00:20:13: Und er war bestimmt acht Jahre alt bevor er so richtig in seiner volle Kraft kam sozusagen.
00:20:21: Aber er hat verdammt gute Jahre gehabt und wenn er denn ein Jahr alt war, ist er siebzehn geworden.
00:20:28: Also er ist wirklich lange da geblieben und immer voran mit Energie und immer mit diesem unwendigen Mut irgendwie weiterzugehen – eine unglaublich beeindruckende Persönlichkeit!
00:20:43: Ich bin sehr dankbar dass er bei uns war Einmal natürlich uns Menschen ganz viel gezeigt und uns lernen lassen.
00:20:52: Und war, glaube ich auch für die Hunde eine wirkliche Bereicherung.
00:20:56: Die Ritschbecks haben ihn nicht immer so ganz ernst genommen.
00:20:58: Der wurde also ... Samra hat ihn als sehr feger Kojäger geschätzt aber er war zum Beispiel so dass wenn die Ritschex zusammen in einer Kette lagen dann durfte er oben drauf liegen wie die Kirsche auf der Torte weil sie ihn so wenig ... Also Sie haben ihn so wenig gefürchtet das sie ihn da haben sein lassen Und das war sehr harmonisch und sehr, sehr schön.
00:21:22: Ja!
00:21:23: Das bringt mich zu einer weiteren Geschichte.
00:21:24: ich möchte euch von Lia berichten und das Ganze könnte unter der Frage stehen wie manifest können Verhaltensmuster denn sein?
00:21:33: Auch da fangen wir wieder an mit dem Anfang von Lias Leben.
00:21:38: Lia ist eine ... Achso, Reiko war übrigens ein wahrscheinlich Windhund-Vorstihund-Mix und die gute Ava ist eine Working-Calpy Hündin.
00:21:47: Und unsere Lia war ein spanischer, also ein mayokinischer Hütterhund plus laut Gentest einen Schieberinnu und einen guten Retriefer.
00:21:57: Da sie eine schwarze Zunge hatte, nehme ich an dass der Schieberginnu in Wirklichkeit ein Chauchau war und sie hat auch so wahnsinnig weiches Fell was unsere fluffiges Fell und diese fluffige Unterwolle, die sehr zum Schauschauffassen.
00:22:08: Und auch so eine leichte Falpfarbe, die auch sehr ... also so ein Beisch im Prinzip oder so einen goldenen Retrieferfarben aber mit einem grauen Über- ... Also feilbig eben, mit einem leicht grauen Überzug.
00:22:21: Und dieses leicht versilberte, das kenne ich auch von Schauschas.
00:22:26: Also davon unabhängig ist sie als Wäpe in ein Tierschutzgehege geworfen worden Als einzelner Welpe, vielleicht waren die anderen tot.
00:22:34: Vielleicht hatte sie keine Geschwister wie auch immer.
00:22:36: Vielleicht wurde sie gefunden?
00:22:37: Ich weiß es nicht!
00:22:38: Die ist in ein Gehege geworfen worden zu erwachsenen großen Hunden.
00:22:42: und wir wissen ja alle spätestens ab jetzt wisst ihr das dass es den Welpenschutz unter fremden Hunden gibt.
00:22:48: Den gibt es in der eigenen Gruppe wo man natürlich den Nachwuchs schützt aber für fremde Hunde gilt das nicht.
00:22:55: also lia ist warum auch immer Sie musste nicht mehr gesorgt werden, sie konnte Futter fressen.
00:23:05: Also war sie mindestens sechs Wochen.
00:23:07: Vielleicht acht Wochen weiß man nicht genau ... Auf jeden Fall ist die da über den Zaun geworfen worden.
00:23:12: Das hat ihr auf der einen Seite wahrscheinlich das Leben gerettet.
00:23:14: Auf der anderen Seite mussten sie dich um in diesen ... Selbst im ersten Augenblick dort, als sie dort ankamen und auf die erwachsenen Hunde trafen, musste sie sich extrem unterwerfen um sozusagen da überleben zu können, um denen zu zeigen okay ich will gar nichts von euch ihr müsst mir nichts tun.
00:23:35: Ihr müsst mich nicht wieder wegbringen oder ähnliches.
00:23:40: und die hat sich... Offensichtlich unterworfen.
00:23:42: Bei Menschen spricht man von Form-Response, also Form von Kids und Response im Sinne von Antwort.
00:23:49: Das heißt ich mache mich immer klein und süß und ich biete keinen Widerstand.
00:23:55: Ich zeige den anderen dass sich nichts bewege, nichts bewirke das ich völlig handlos bin und wenn das dann als Verhalten sehr häufig gezeigt wird ist es eine Traumafolge Und es ist bei ihr tatsächlich so gewesen, dass das später ein zwanghafter Impuls gewesen ist.
00:24:12: Sie hat auf hundert Meter eine Hunde gesehen und ist dahingerannt und hat sich da runtergeschoben – egal wie klein der Hund war!
00:24:17: Sie hat sich kleiner gemacht, hat sich immer wieder in diese Demotsgäste, in diese Unterwerfung gebracht, also in diese Foreign-Respons und sagen «tu mir nix», «tu mehr nix».
00:24:30: Ich bin harmlos, harmlos.
00:24:31: Das Blöde ist nur dass manche Hunde darauf sehr genervt reagieren was dann auslöst das sie ab während sich verhalten und Dann hat sie das noch mehr gezeigt.
00:24:43: das heißt es war so ein Teufelskreis und sie ist dann auch tatsächlich gebissen worden von einem schauchau der festgehalten hat und das hatte extrem verstärkt, weil sie dann ja keine andere Strategie hatte.
00:24:55: Sie war als kleiner Welp unter wachsenden Hunden und konnte natürlich sich weder verteidigen noch flüchten.
00:25:00: Deswegen blieb ihr nur diese absolute Unterwerfung.
00:25:03: Und das war ihre Antwort auf Ja ich werde scheinbar bedroht oder ich beuge Bedrohungen vor und dieses Muster Das war tatsächlich sehr sehr manifest.
00:25:17: Wir haben ihr dann also wir und auch die drei hunde Und dann eben Reco, Odongo und Sandra.
00:25:23: Also die Ritschbecks- und unserer kleinen Spanienmix war ein Support für sie.
00:25:28: Sie hat von uns Menschen natürlich die Unterstützung bekommen.
00:25:31: Das heißt, sie hatte keinen Kontakt mehr allein zu anderen Hunden gehabt, sondern wir sind mit.
00:25:36: Wir haben natürlich verändert, dass sie die hundert Meter hin sprintet.
00:25:40: Im Normalfall waren wir Menschen da.
00:25:42: Wenn uns überraschend jemand in die Quere kamen, waren die anderen Hunde dabei so das sie lernen konnte.
00:25:47: ich muss das gar nicht tun.
00:25:50: Ich bin jetzt unterstützt und wenn ich mich nicht traue.
00:25:52: Und wenn es mir zu viel wird, dann habe ich ja meine Supporter und muss mich gar nicht selber durch durch meine Strategie irgendwie unterwerfen und hoffen dass es gut geht sondern ich kann aufrecht bleiben.
00:26:05: wir haben sie auch oft angesprochen wenn sie das dann wieder gemacht hat und haben gesagt nein musst du nicht stelle dich mal wieder hin.
00:26:09: oder haben uns direkt neben Sie gestellt oder haben manchmal auch über sie gestellt um zu verhindern dass andere dann diese scheinbare Späche von ihr ausnutzen und sie gemobbt wird.
00:26:21: Und das wurde tatsächlich zunehmend unnötiger, im Alter hat sie es eigentlich kaum noch getan.
00:26:31: Selbst wenn das mal durchkam, weil sich jemand sehr groß gemacht hat, haben wir gesagt, dass brauchst du nicht?
00:26:36: Sie konnte damit umgehen und konnte dann aufrecht bleiben und mit einer anderen Haltung ins Leben gehen.
00:26:44: Das Verhalten hat sie So gut wie gar nicht mehr gezeigt.
00:26:47: In den letzten Jahren kann ich mich gar nicht erinnern, dass sie das mal gemacht hat.
00:26:51: Was bei ihr so faszinierend war und deswegen glaube ich, dass die auf jeden Fall eine ganz tolle Hundemama hatte in den ersten Wochen was dann passiert ist wer weiß es vielleicht zipperfahren worden und ja wurde gefunden.
00:27:03: vielleicht also sind die anderen Welpen gestorben.
00:27:05: Ich habe keine Ahnung.
00:27:07: trotzdem Sie war immer positiv Manchmal fast naiv und sie hat an ganz, ganz vielen Dingen Freude gehabt.
00:27:16: Und hat auch in der Ersatzjagd und beim Treiberspiel und so hat sie sich richtig ausgelebt und hat da sehr viel Selbstbewusstsein tanken können und auch Selbstwirksamkeit.
00:27:24: Sie ist fast sechzehn Jahre alt geworden.
00:27:28: Ich bin der Meinung dass diese positive Grundhaltung dieses Urvertrauen die Welt das schon irgendwie werden wird.
00:27:34: Das kann sie nur gelernt haben dadurch dass ihre Mama am Anfang alles oder fast alles richtig gemacht hat und dass es da einen Staat gab, der ihr Geborgenheit und Aufgehobenheit vermittelt hat.
00:27:46: Und sie konnte das dann in späteren Beziehungen zu uns und zu den anderen Hunden wiederfinden.
00:27:52: Sie hat tatsächlich nie so eng Kontakt gelegen wie die anderen drei.
00:27:57: Das mochte sie nicht.
00:27:57: Die brauchte schon ein bisschen Raum.
00:27:59: Sie mochte auch nicht stundlang gekuschelt werden aber sie war so, dass sie sich gerne mal dran gelegt hat beruhige, zuversichtliche geborgene Gefühl.
00:28:11: Das hat ihr gut getan und sie brauchte das aber nicht im Vergleich zu Xamra zum Beispiel die sehr, sehr viel näher brauchte.
00:28:18: Brauchte sie die so nicht!
00:28:19: Sie braucht das Wissen darum dass wir da sind und dass sie sozusagen in Fühlweite ist und wir haben daraus gelernt, dass Verhalten in traumatischen Situationen irgendwann mal sinnvoll war.
00:28:33: Aber wenn es zum Muster wird trotzdem später hinderlich werden kann.
00:28:37: Und für uns in der Beratung heute heißt das, dass wir immer kontrollieren ist das noch Trauma Folge?
00:28:43: Ist das noch sozusagen im Moment eine Reaktion auf die traumatische Situation oder ist es nur noch Muster?
00:28:50: und wir können anfangen dieses Muster irgendwie zu durchbrechen und abzubauen und dem nun zeigen, dass er das Muster nicht mehr braucht?
00:28:58: am Anfang war das aber sinnvoll.
00:29:01: Traumatisches Erleben braucht sehr häufig Strategien.
00:29:05: Und Strategien gibt es... Es gibt Fight, Flight, Freeze, This Fiddled about, This Albana, There are a lot of things that you can do to turn off traumatic situations.
00:29:18: Wenn das alles nicht geht dann gibt es immer noch diesen Shutdown, dieses Scheintod wo die Hunde keine Körperspannung haben und wie weggetreten sind.
00:29:24: Das ist das was Räko ganz oft hatte.
00:29:26: den hätte man wenn er wirklich sich überlastet gefühlt hat.
00:29:29: Dann hat er sich komplett ausgeschaltet, also nicht willendlich, sonst passierte ihm und er dann nichts mehr gespürt?
00:29:36: Das hatte Lia so nicht.
00:29:37: sie hatte halt ihre Strategie oder Unterwerfung Und das zeigt dass Räkern einer Situation war wo es keine Handlungsoptionen mehr gab.
00:29:47: der hat wirklich Da ging's wirklich um sein Überleben und lia hat zumindest auch wenn es diese unter Werbung später nicht mehr gesund war hat aber zumindest damit noch eine Damals die Selbstwirksamkeit erreicht, dass ihr in dem Moment im Tierschutz tatsächlich nichts geschehen ist.
00:30:11: Diese Strategie hat sich natürlich beibehalten.
00:30:13: Warum sollte ich das ändern?
00:30:16: Auch wenn es viel Ablehnung gegeben hat für sie dadurch, wusste sie aber nicht.
00:30:21: Sie konnte ja nicht wissen, dass die Hunde zum Teil genervt auf sie reagieren, weil sie so aufdringlich scheint.
00:30:29: nur in Ruhe gelassen werden und nicht angegriffen werden etc.
00:30:35: Gut, dann möchte ich euch noch von Odongo berichten.
00:30:38: das war unser Ritschbeckrüde und da ist vielleicht zu die Überschrift.
00:30:44: auch wenn alles gut wird bleiben Erfahrungen und die Konsequenzen daraus eventuell bestehen.
00:30:50: Odongo ist ein kleiner Ritschebkrüde gewesen den ich mit vier Monaten kennengelernt habe.
00:30:55: der ist mit acht Wochen einem Kind vier Jahren geschenkt worden.
00:31:02: Sollte ihr Hund sein, das kleine Mädchen?
00:31:04: Und die hat ihn und das habe ich tatsächlich selber gesehen irgendwann später.
00:31:11: Die hat ihn immer an den Ohren unter der Route gezogen und ich hab ihm im Park getroffen... also ich habe die Mutter mit dem Hund, also mit Odongo im Park, getroffen wo ich mit meinen beiden, also der Ritzberg Hündeng Samra und dem Spanier Mixreco unterwegs war.
00:31:25: Und Odongo ist uns immer hinterhergelaufen auf Abstand, weil Xandra ihn nicht dazu haben wollte.
00:31:31: Aber der hat sich auch nicht abbringen lassen und er ist uns hinterher gerannt.
00:31:37: Ich bin dann natürlich stehen geblieben und habe gewartet bis das Freuchen ihm wieder eingefangen hat.
00:31:40: Der war halt dann immer freilaufend im Park.
00:31:44: Das haben wir häufig gemacht, haben uns dann mal unterhalten
00:31:46: usw.,
00:31:47: sie hat mir erzählt.
00:31:48: Sie hat mir nicht davon erzählt wie das Kind mit ihm umgegangen ist.
00:31:53: Nachdem er so fünf Monate war, habe ich sie wieder getroffen.
00:31:57: Sie hat gesagt, er muss unbedingt abgegeben werden.
00:31:59: Am Anfang hat sie gesagt, sie wäre allergisch gegen ihn.
00:32:02: Sie hatte aber vorher einen weißen Schäferhund und ich glaube, dass man da... Egal!
00:32:06: Wie auch immer, sie sagte sehr allergische und ich bin dann mit ihr dort hingekommen und hab gesagt okay, ich schaue mir das an und vielleicht kann ich ihn vermitteln?
00:32:15: Und ich habe dann dort mitbekommen wie das Kind mit ihm umgeht habe gesehen und wahrgenommen, dass die Mutter dachte ich möchte nicht dazu das tust.
00:32:25: Die Kleine ist aber weitergemacht hat und Du Dongo hat so einen Schnappen gezeigt und was mir aufgefallen ist, dass er sich nicht gut bewegte und ich hab im Nachhinein dann feststellen müssen, dass Erne eine gebrochene Rippe hatte und auch die Route ist angebrochen gewesen und er hat sich am Kopf gar nicht mehr anfassen lassen.
00:32:43: und sie hat mir dann später berichtet, dass ihr Mann weil er nach dem Mädchen geschnappt hat um sich zu verteidigen, ihn getreten hat und geschlagen hat.
00:32:53: Und es war klar der Hund muss weg!
00:32:56: Ich habe ihn dann natürlich sofort abgeholt mitgenommen und er hat sich ein Leben lang solange wir noch in Hamburg wohnten, hat er sich geweigert an die Straße dieser ehemaligen Besitzer einzubiegen und das war wirklich dramatisch.
00:33:09: Er hatte eine Ohrenentzündung.
00:33:12: also er war jetzt Knapp fünf und ein halb Monate hatte eine Ohrenentzündung.
00:33:16: Wahrscheinlich auch, weil das Kind ständig an diesen Ohren riss ... An den unempfindlichen Ohrmuscheln Und er ließ sich wirklich gar nicht an den Ohren behandeln also ihn anzufassen am Kopf oder auch an der Route und so.
00:33:27: Das war wirklich dramatisch.
00:33:28: Er brauchte nun aber mal medizinische Versorgung.
00:33:31: Es war wirklich am Anfang Ein bisschen gefährlich sogar, weil er wirklich ernsthaft versucht hat zu beißen.
00:33:37: es hat sich aber ergeben dass er sehr viel Vertrauen entwickelt hat.
00:33:41: ich konnte ihn später gut überall behandeln und krallenschneiden, was man so brauchte, Ohren reinigen.
00:33:49: Das hat gedauert aber er hat Vertrauen gefunden war es nie gegen kleine Kinder große Männer.
00:33:55: das war ging gar nicht für ihn und er ist leider im ersten Lebensjahr dreimal von unkastretten Rüden gebissen worden einen Rodweiler und ein Terrier.
00:34:07: der hat leider nicht losgelassen Es war das schlimmste und ein Zetter Und er war dann auch nicht so ganz doll begeistert, was fremde Hunde angeht.
00:34:15: Aber durch ganz viel Management und durch die Unterstützung der Gruppe – also durch Reko und Xandra und uns Menschen hat er eben gelernt.
00:34:27: okay ich bin nicht mehr allein.
00:34:28: wir haben daraus natürlich auch gelernt und haben Kontakte noch viel sorgsamer gestaltet und ich weiß noch dass irgendwann da war er vielleicht zu anderthalb ein kleiner Terrier ihn belästigt hat und er ist dann, hatte den genommen durch die Luft geschleurte.
00:34:45: Der ist zwar mit Arbeit geflogen, der hatte keinen Kratzer und er hat niemals.
00:34:49: trotzdem er sich von anderen Hunden nichts mehr sagen lassen.
00:34:54: Hat niemals einen Hund verletzt weil er immer fair blieb und Er ist sehr erwachsen, sie auch ziemlich souverän geworden, hatten eine unglaubliche Ausstrahlung gehabt war in dem Rahmen der Menschen, die er mochte, war sehr vertrauensvoll und hat es geliebt, sich in der Ersatzjagd zu präsentieren.
00:35:13: Und hat auch mit fremden Personen Ersatziak gemacht und hat dann gezeigt wie gut er das kann – mit der Adresse, dass er uns zeigen wollte, wie gut und toll er eigentlich ist.
00:35:23: Der hat darüber unglaublich viel Selbstbewusstsein getankt und hat wirklich eine Souveränität entwickeln können die sehr, sehr beeindruckend war und die nicht sehr gefreut hat weil er es eben wirklich nicht leicht hatte konnte dann tatsächlich feststellen, dass diese Erfahrung in der Sozialisationsphase also acht bis sechzehnte Woche nicht vollständig auflösst zu lösen sind.
00:35:51: Dass da etwas nachgeblieben ist und das was später entstanden ist mit den Hundebissen war er zwischen acht und zwölf Monaten.
00:36:00: Das ist zwar nicht schön gewesen aber er war da schon resilienter viel besser in der Lage, das zu verarbeiten.
00:36:09: Weil er einfach schon mehr positive Lebenserfahrungen gemacht hatte, die er diesen Begegnung entgegensetzen konnte.
00:36:15: und er hat eben mit unseren eigenen Hunden und auch mit Gastunen, wo man ihn natürlich ... Wir haben Gastune nur... Das machen wir bis heute so mit unseren Kontakten lassen.
00:36:25: wenn beide Seiten sagen finde ich gut und das wird ein positiver Kontakt und die lernen sich am Gitterchen kennen und müssen gar keinen Kontakt haben usw.
00:36:33: Da hat er aber schon sehr schnell gelernt, okay.
00:36:37: Es gibt auch positive Kontakte und dadurch konnte er mit Hunden deutlich besser umgehen als mit Kindern und großen
00:36:42: Männern.".
00:36:44: Das ist tatsächlich so ... Also diese frühe Phase, der wäre nie ein Kinderfreund geworden.
00:36:49: Er hat es ausgehalten, er hatte sich einfach still verhalten, hat davon ausgegangen, dass ich das schon regle.
00:36:55: Das konnte ich auch.
00:36:57: Und damit konnte er umgehen.
00:36:59: aber Wenn man ihn gefragt hätte, hätte er darauf verzichtet und wenn man ihn nicht unterstützt hätte.
00:37:05: Hätte er das selber geregelt?
00:37:06: Und das wäre sicherlich nicht nur nett gewesen also nicht gefährlich aber er wäre sicher abwehrend gewesen.
00:37:12: Also ich weiß dass dann geknott hätte zum Beispiel.
00:37:15: Wenn so ein großer Ritschbeck rüde knort dann nimmt man es zum glück auch ernst.
00:37:18: Aber da er eigentlich aussah wie so einen riesen dackel und so extrem ruhig und entspannt wirkte, weil er eben Vertrauen in Situationen gefasst hat.
00:37:27: Haben Leute ihn immer anfassen wollen?
00:37:29: Das war wirklich phänomenal!
00:37:30: Aber das habe ich natürlich unterbunden was mir viele Menschen übergenommen haben.
00:37:35: aber da muss man mit um.
00:37:39: Und ja jetzt hab' ich euch von meinen Vieren erzählt.
00:37:42: beim im zweiten Teil werde ich euch auch von den anderen Vieren erzählen die so in den letzten zwanzig Jahren an unserer Seite sind und waren Und ich möchte euch noch berichten, was wir so insgesamt daraus lernen durften.
00:37:54: Also wenn mich könnte das mal so benennen dass man defizitiere Bindungs- und Entwicklungserfahrung der ersten Lebenswochen häufig nicht vollständig auflösen kann.
00:38:04: Wenn ich das bemerke ist es in Ordnung, es geht darum nun Bedürfnisse zu erfüllen.
00:38:09: Es geht darum Lebensqualität herzustellen und es geht vor allen Dingen darum die Grenzen die mir das Individuum aufzeigt In dem was, wenn ich jetzt an Ava denke und auch bei Räkko ging nicht ganz lange nicht alles.
00:38:21: Und auch bei Dongo ging ihm sagen bestimmte Dinge nicht dass sich diese Grenzen akzeptieren und mich mit diesen Grenzen anfreuen und sag okay das ist so.
00:38:29: Nicht was kann ich dagegen tun sollen?
00:38:30: wie kann ich das umsetzen?
00:38:32: Wie kann ich meinem Hund zeigen dass ich seine Grenzen wahre?
00:38:36: natürlich muss mein Hund lernen sich mir an zu vertrauen hinsichtlich Tierarzt usw.
00:38:41: aber Ich muss nicht meinen Hund dazu bringen, dass der jeden anderen Hund jeden anderen Menschen etc.
00:38:49: mag sondern ich darf sagen okay bis hierhin und da möchte er nicht weiter und das ist gut so das ist ok.
00:38:55: das ist mein hund und die liebe ich dafür und damit gehe ich um und das is ein wichtiger Teil meines Jobs immer wieder zu vermitteln nimm den so wie er ist und mache damit etwas und versuche nicht dagegen etwas zu tun und versuchen nicht also auf.
00:39:09: wir können uns nicht auf klick einfach verändern.
00:39:13: Entweder braucht es viel Zeit, wie bei Reiko und bestimmte Punkte gehen vielleicht auch nicht.
00:39:18: Und das ist okay!
00:39:20: Das ist ein ganz wesentlicher Teil meiner Arbeit und der meiner Kolleginnen, dass wir vermitteln, dein Hund ist ein Individuum und dein Hund hat eine Biografie und diese Biographie können wir nicht löschen.
00:39:32: Wir können damit umgehen und wir können für den Hund das so herstellen, dass er sich gut fühlt in unserem gemeinsamen Leben.
00:39:39: Und als Zweites kann man auch sagen, dass diese ersten Erfahrungen sind schwer auflösbar.
00:39:49: Aber auch die Erfahrungen in der Sozialisationsphase – also achte bis sechzehnte Woche – sind nicht vollständig auflössbar.
00:39:55: Auch da ist es so, dass bestimmte Dinge, weil einfach noch nicht genug positive Erfahrungen vorhergemacht wurden, nicht einfach so weggearbeitet werden.
00:40:05: Je später etwas passiert, desto besser ist es irgendwie zu integrieren und für die Hunde, wenn sie denn vorher gute Erfahrungen sammeln durften in ihrem Leben, desto leichter ist das für Sie etwas zu verarbeiten mit unserer Unterstützung.
00:40:22: Was wir auch gelernt haben – und das finde ich ganz wichtig – soziale Kompetenz bedeutet nicht automatisch alle Menschen zum mögen!
00:40:29: Ich kann fähig sein, zu kommunizieren, ich kann sensibel sein, ich kan empathisch auf andere reagieren Aber ich kann auch meine Grenzen brauchen und ich kann meinen Abstand brauchen.
00:40:41: Und ich bin trotzdem sozial kompetent, weil ich eben... Ich bin ja kein Streichelobjekt!
00:40:48: Hunde mögen nicht alle Hunde, wir mögen auch nicht alle Menschen, das ist normal.
00:40:51: Deswegen bin ich trotzdem sozialkompetent.
00:40:54: Nur wenn wir an Ava denken.
00:40:55: Sie hat sehr klare Grenzen die sie sehr klar ausgezeichnet hat und auch Odongo hatte sehr klaren Grenzen aber trotzdem konnten sie sehr gut in einer Gruppe sein oder aber kann es ja auch immer noch und kommunizieren mit Fremden, weil sie eben eine Kompetenz haben.
00:41:12: Aber Sie mögen nicht alle.
00:41:13: Und das ist okay!
00:41:16: Was ich ganz wichtig finde der Aspekt Selbstwirksamkeit und eben auch das eigene erfahren von Kompetenzen ganz einfach hier über den Jagdersatz herzustellen, aber eben auch Selbstverkramkeit in Bezug auf wenn Hundre uns kommunizieren was sie eigentlich wollen oder nicht wollen.
00:41:32: Diese Erfahrungen sind ein wesentlicher Teil von Biografiarbeit, von dem integrieren oder Auflösen von dramatischen Erfahrungen und den Folgen daraus Und da haben wir ganz viele Möglichkeiten.
00:41:46: Wir wollen hoffentlich nicht, dass unser Hund nur durch uns gerettet wird und somit abhängig von uns ist, sondern dass er parallel dazu, dass wir ihn schützen, dass ihm Sicherheit und Geborgenheit vermitteln und seine Bedürfnisse erfüllen, wollen wir aber auch – das IST ein Bedürfenes!
00:42:00: –, dass er gewisse autonome Entwicklungen macht.
00:42:02: Dass er einen Selbstvertrauen entwickelt, dass sie seine Kompetenzen kennenlernen, dass der selbstwirksamkeit hat damit er eben nicht nur das Abhängige Begleittier ist sozusagen, sondern sich selber als vollkommene oder vollständige Person wahrnehmen kann und die eigene Stärken hat.
00:42:20: Und aus dieser Opferrolle dadurch raus kommt wenn unser Hund nur von uns abhängig ist und wir die Retter sind und der Hund kann nix Wenn er sich nicht entfalten kann und ich wachsen darf dann bleibt der Opfer.
00:42:34: Wir sind zwar die netteren Täter aber wir wollen nicht dass unser hund abhängigt.
00:42:40: Natürlich sind sie abhängig von uns.
00:42:41: Sie können ja nicht den Kühlschrank aufmachen, aber dass die das nicht in jeder Phase ihres Bewusstseins haben, da sie abhängig sind.
00:42:47: Das finde ich auch einen wichtigen Aspekt und ich find es auch wichtig, dass wenn wir dann diesen Teil geleistet haben soziale Unterstützung durch uns also wie als die sicherheitgebenden Back-ups sozusagen und der Hund hat Selbstwirksamkeit und hat seine Ressourcen finden können, was er kann, das was ihn ausmacht, das, was ihn erfreut.
00:43:10: Ich versuche den Hund in Dosen, die dem Hund passend sind.
00:43:14: Nicht wie wir uns das vorstellen mit ins Leben zu nehmen.
00:43:18: Komplette Vermeidung hilft nichts!
00:43:20: Also ich würde jetzt einen Hund der durch ein Auto- und Falles traumatisiert ist, dem würde ich nicht ständig an die Autobahn nehmen wollen.
00:43:27: Das meine ich nicht aber kann.
00:43:29: ein Individuum was vielleicht eine Angst vor der Welt entwickelt hat wie der kleine Räko, kann ich eben langsam wieder mit in die Welt nehmen.
00:43:35: Aber entscheidend ist dass ich dabei mein Leben und meinen Umgehen so einrichtet, dass es für ihn eine Duos ist, die er verarbeiten kann.
00:43:44: Das ist ganz wichtig.
00:43:47: Und ganz wichtig!
00:43:48: Wenn Hunde heute ein aversives Verhalten zeigen, wie diese Formwespons, diese Daufte Unterwerfung, also wenn da Muster entstanden sind dann waren sie irgendwann mal sinnvoll.
00:44:00: Der Hund hat das nicht gelernt und gemacht weil es lustig ist und weil's ihm so Spaß macht sondern weil das irgendwann mal sinnvoll war und weil es irgendwann vielleicht sogar lebensrettend oder zumindest entwicklungsrettend war.
00:44:12: Und das anzuerkennen, zu sagen okay wir haben es hier jetzt mit einem Muster zu tun und wir können gucken wie können wir das überwinden?
00:44:20: Oder dieses Muster verlassen ist ein Prozess und der ist ok und gut.
00:44:25: aber Hunde sind nicht aggressiv oder dauerbeschwichtigend oder flüchtend sondern weil es irgendwann mal geholfen hat zu überleben.
00:44:35: Psychisch, körperlich wie auch immer mental.
00:44:37: und erstmal verdient dieses Verhalten erst einmal unseren Respekt.
00:44:43: und von uns aus die Frage warum hat er das denn gemacht?
00:44:47: Warum brauchte der das?
00:44:48: Und dann kann ich gucken dass sich beim Hundschalke jetzt braucht es aber nicht mehr und wir können diesen Muster verlassen.
00:44:54: Das ist ganz wichtig.
00:44:54: Verhaltensmuster sind etwas was Menschen sehr häufig sehr fordert.
00:45:00: was weiß ich, der Hund, der ständig alle verbellt.
00:45:03: Und wo man aber dann eben gucken kann, was hat dazu geführt?
00:45:07: Und wann merke ich jetzt ist es nur noch Muster und die Angst, die dahinter stand, die ist aber lange weg!
00:45:12: Dann kann ich sagen nie das lassen wir.
00:45:13: Und dann kann ich anfangen zu sagen ne du setz dich erst mal und jetzt tun wir mal das und dass.
00:45:18: Dann kommt da eine andere Entwicklung rein.
00:45:19: Aber erstmal muss sich dahin, dass das System Hund also der Organismus verstanden hat... Ich habe keine Angst mehr oder ich bemerke, dass der Hund keine Angst meer hat Aber das Muster noch zeigt.
00:45:32: Dann kann ich mit dem Muster umgehen, aber nicht vorher.
00:45:34: Ganz wichtiger Punkt!
00:45:37: Und insgesamt könnte vielleicht das Fazit ziehen, dass unsere Hunde sonst nicht eine bestimmte Methode beigebracht haben, sondern sie haben uns beigebracht genauer hinzusehen?
00:45:45: Also die Frage ist nicht was mache ich bei einem Hund der so etwas tut, sondern warum tut dieser Hund in dieser Situation genau das?
00:45:52: und was braucht dieser Hund dann von mir damit sich das ändern kann?
00:45:59: Vielleicht ist so ein umfassender Satz, der Hund vor uns ist wichtiger als das Konzept in unserem Kopf.
00:46:05: Ich weiß dass es ganz viele tolle Philosophien gibt, es ganz viel tolle Ideen gibt wie man mit Hunden umgehen könnte aber da geht's immer um Hundee und wir haben erst mit einem Hund und einem Menschen zu tun einer Biografie, einer Geschichte, einer Persönlichkeit einen eigenen Temperament.
00:46:20: Das ist was unterschiedliches Temperament und Persönlichkeit.
00:46:24: Und damit gehen wir um.
00:46:26: Und dann kann es sein, dass all das was bei einem Hund total sinnvoll scheint.
00:46:29: Wo wir sagen ja da greift die Philosophie vollkommen Bei dem Hund und gerade nicht greifte und das ist okay und Das ist anstrengend und das is mühsam aber führt dazu dass da wirklich wirklich Lebewesen Lebensqualität und Freude und Stolz und und Entwicklung erleben dürfen Wenn wir es schaffen sie nicht zu bewerten im Sinne von gut gemacht schlecht gemacht passend Nicht passend,
00:46:55: etc.,
00:46:56: sondern es ist individuell.
00:46:58: Es ist dieser eine Hund und er bringt das und das mit und damit tun wir das und dass.
00:47:03: So nun habe ich noch etwas in eigener Sache.
00:47:05: Ich hab schon erzählt, dass Lia das Treibbeispiel ganz toll fand.
00:47:09: Trotzdem sie kein reiner Hütehund ist oder besser gesagt war, sondern ein... einen Anteil hatte, an Retriever und auch am Majorkinischen Schäferhund.
00:47:20: Und diese beiden Rassen sind ganz doll also Retrievor- und Hütehunde.
00:47:24: natürlich sind sehr Treibballspiel begabt und unsere Awa die ihr tatsächlich scharfe hüten darf spielt das auch sehr gern und ist da sehr geschickt und es ist ganz spannend treibball.
00:47:36: da geht es darum Gymnastikbälle zu bewegen zu einem Ziel.
00:47:39: Das kann man auf die ein oder andere Art und Weise gestalten.
00:47:41: Es gibt dann eine Turnierform, die kann man spielen wollen oder auch nicht.
00:47:46: Aber unsere Lea war in der Lage so einen Gymnastikball einen Hügel hinaufzutreiben.
00:47:51: Das finde ich total faszinierend, weil der Kull hat natürlich an den Seiten immer weg.
00:47:54: Jetzt braucht also extrem viel Koordinationen und Feingefühl um das hinzukriegen.
00:47:59: Und es ist sozusagen eine Möglichkeit einer sinnstiftenden Beschäftigung für Hunde, die entweder wie viele Retriebe und auch andere Hunde und zum Teil auch Terria... Freude an einen Umgang mit bewegten Reizen sozusagen haben, natürlich unter Kontrolle und mit einer Zielgebung oder eben für Hütewunde und Treibhunde die ein Hütter Ersatz oder Treibersatz brauchen.
00:48:24: Oder es wäre schön den anzubieten.
00:48:26: dafür ist das eine ganz tolle Beschäftigung in diesem Bereich Hackersatz und so weiter mit reingehört.
00:48:33: Wenn du dich für diese sinnstiftende Form der bedürfnisorientierten Beschäftigung und Auslastung interessierst, und zudem noch Teams beim Erlernen- und Vervollkommenen des Treiberspiel begleiten möchtest, dann möchte ich dir unsere Treibertrainerinnen ausbildung empfehlen.
00:48:46: Der nächste Jahrgang beginnt im Februar.
00:48:48: zwanzig siebenundzwanzig Und alle Infos dazu findest auf unserer Website www.kynagogik.de.
00:48:54: Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann abonniere ihn und teile ihn gerne mit deinen Hundefreunden.
00:49:00: Empfiehle uns weiter und lasst uns ein Feedback oder Like da!
00:49:03: Du findest ihn überall dort wo man Podcast hören kann und ich freue mich auf euch beim Teil zwei in zwei Wochen und bis zum nächsten Mal deine Karin.
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